Welche GLP-1-Medikamente gibt es in Deutschland? Der Stand im September 2026
In Deutschland sind im September 2026 acht GLP-1-Präparate verschreibungspflichtig in der Apotheke erhältlich: Wegovy (Semaglutid, als Injektion und seit dem 1. September 2026 auch als Tablette), Ozempic und Rybelsus (Semaglutid, für Typ-2-Diabetes), Mounjaro (Tirzepatid, für Typ-2-Diabetes und zur Gewichtsregulierung), Saxenda und das Generikum Nevolat (Liraglutid, zur Gewichtsregulierung), Victoza (Liraglutid, Diabetes) und Trulicity (Dulaglutid, Diabetes). Zepbound wird in Deutschland nicht vertrieben; Mounjaro deckt hier beide Indikationen ab. Die sieben Originalpräparate sind zentral über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassen; Nevolat ist ein national zugelassenes Generikum zu Saxenda. Welches davon für dich infrage kommt, ist keine Frage an eine Webseite, sondern an deine Ärztin oder deinen Arzt.
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Die kurze Antwort
Abnehmspritzen gibt es in Deutschland im September 2026 vier zur Gewichtsregulierung zugelassene: Wegovy (Pen, seit 1. September 2026 auch Tablette), Mounjaro, Saxenda und das Generikum Nevolat; dazu kommen Ozempic, Rybelsus, Victoza und Trulicity für Typ-2-Diabetes. Alle acht sind verschreibungspflichtig. Zepbound wird hier nicht vertrieben, Mounjaro deckt beide Indikationen ab. Die sieben Originalpräparate sind EMA-zugelassen, Nevolat ist ein national zugelassenes Generikum zu Saxenda.

Das Wichtigste
- Acht Marken, fünf Wirkstoffe: Semaglutid (Wegovy, Ozempic, Rybelsus), Tirzepatid (Mounjaro), Liraglutid (Saxenda, Nevolat, Victoza) und Dulaglutid (Trulicity) sind in Deutschland im Handel. Die sieben Originalpräparate sind zentral über die EMA zugelassen, Nevolat ist ein national zugelassenes Generikum zu Saxenda; alle acht sind in Deutschland verschreibungspflichtig, es gibt keines davon rezeptfrei.
- Die Wegovy-Tablette ist seit dem 1. September 2026 in deutschen Apotheken. Die EU-Kommission hat sie am 15. Juli 2026 zugelassen (Novo Nordisk, Pressemitteilung vom 20. Juli 2026); den Starttermin 1. September meldeten Deutsche Apotheker Zeitung und Apotheke Adhoc im August 2026.
- Zur Gewichtsregulierung zugelassen sind Wegovy, Mounjaro, Saxenda und Nevolat. Für diese Indikation hat der G-BA den gesetzlichen Ausschluss nach § 34 SGB V nachvollzogen (Semaglutid am 21. März 2024, Tirzepatid am 19. September 2024): in der Regel Privatrezept und Selbstzahlung.
- Für Typ-2-Diabetes zugelassen sind Ozempic, Rybelsus, Mounjaro, Victoza und Trulicity. Bei dieser Indikation ist eine Verordnung zulasten der gesetzlichen Krankenkasse möglich; was bei dir gilt, entscheiden Praxis und Kasse, nicht diese Seite.
- Zepbound existiert im EMA-Register nicht als eigenes Arzneimittel; in der EU trägt Tirzepatid beide Indikationen unter dem Namen Mounjaro. Wer in Deutschland „Zepbound“ angeboten bekommt, sollte das in der Apotheke hinterfragen.
Wegovy: Pen und Tablette
Wegovy (Semaglutid, Novo Nordisk) ist seit dem 6. Januar 2022 EU-zugelassen und seit dem 1. September 2026 in Deutschland auch als einmal täglich einzunehmende Tablette erhältlich. Beide Formen sind verschreibungspflichtig und zur Gewichtsregulierung zugelassen, nicht für Diabetes.
Mounjaro statt Zepbound
Mounjaro (Tirzepatid, Eli Lilly) ist seit dem 15. September 2022 EU-zugelassen und deckt laut EMA-Register sowohl Typ-2-Diabetes als auch die Gewichtsregulierung ab. Ein Präparat namens Zepbound gibt es in Deutschland nicht.
Nevolat: das erste Liraglutid-Generikum zum Abnehmen
Zentiva hat Nevolat, ein Generikum zu Saxenda, im Oktober 2025 angekündigt (Pharmazeutische Zeitung, 14. Oktober 2025) und ab Dezember 2025 an Apotheken geliefert (Deutsche Apotheker Zeitung, 12. November 2025). Ob es für dich passt, klärt deine Praxis.
Was du in der App festhältst
GLP-1 Tracker ersetzt keine Fachinformation. Nützlich ist die App als Gedächtnis: welches Präparat du wann bekommen hast, das Datum eines Markenwechsels, die Apotheke und die Quittung zum Privatrezept, damit du beim nächsten Termin nicht rekonstruieren musst.
Die kurze Antwort: acht Marken, fünf Wirkstoffe, zwei Indikationen
Wer nach „Abnehmspritzen in Deutschland“ sucht, bekommt online meist eine Mischung aus US-Markennamen, Preisversprechen und Halbwissen. Der deutsche Markt ist übersichtlicher. Im September 2026 sind acht GLP-1-Präparate über die Apotheke erhältlich und alle verschreibungspflichtig: sieben Originalpräparate, zentral von der Europäischen Kommission auf Empfehlung der EMA zugelassen, und mit Nevolat ein national zugelassenes Generikum zu Saxenda.
Semaglutid steckt in drei Marken von Novo Nordisk: Wegovy (EU-Zulassung 6. Januar 2022, Gewichtsregulierung, als Pen und seit dem 1. September 2026 als Tablette), Ozempic (8. Februar 2018, Typ-2-Diabetes, Pen) und Rybelsus (3. April 2020, Typ-2-Diabetes, Tablette). Tirzepatid gibt es von Eli Lilly als Mounjaro (15. September 2022), zugelassen für Typ-2-Diabetes und zur Gewichtsregulierung. Liraglutid kommt dreimal vor: Saxenda (23. März 2015, Gewichtsregulierung), das Generikum Nevolat von Zentiva (Gewichtsregulierung, seit Ende 2025) und Victoza (30. Juni 2009, Typ-2-Diabetes). Dulaglutid von Eli Lilly heißt Trulicity (21. November 2014, Typ-2-Diabetes).
Zwei Dinge fehlen bewusst in dieser Liste. Zepbound, in den USA der Name für Tirzepatid zum Abnehmen, ist im EMA-Register kein eigenes Arzneimittel und wird in Deutschland nicht vertrieben. Und Rezepturen aus Semaglutid-Rohstoff, die aus US-Diskussionen als „compounded“ bekannt sind, sind hier kein regulärer Vertriebsweg. Wenn du etwas angeboten bekommst, das nicht in dieser Liste steht, ist die Apotheke der richtige Ort zum Nachfragen, nicht der Chat des Anbieters.
GLP-1 Tracker zeigt deinen geschätzten Medikamentenspiegel im Zeitverlauf.
Wegovy als Tablette: seit dem 1. September 2026 in der Apotheke
Die Nachricht des Jahres für diesen Markt ist die Tablette. Die Europäische Kommission hat die Wegovy-Tablette (orales Semaglutid, einmal täglich) am 15. Juli 2026 zugelassen, nach einer positiven Stellungnahme des CHMP der EMA im Mai 2026. So steht es in der Pressemitteilung von Novo Nordisk Deutschland vom 20. Juli 2026, die auch festhält: verschreibungspflichtig, nur für Erwachsene, Markteinführung in Deutschland voraussichtlich im dritten Quartal.
Den konkreten Termin nannte die Apothekenpresse: Die Deutsche Apotheker Zeitung meldete am 12. August 2026 die geplante Markteinführung zum 1. September, Apotheke Adhoc am 7. August und Das PTA Magazin am 14. August 2026 dasselbe Datum. Zugelassen ist die Tablette für Erwachsene mit Adipositas oder mit Übergewicht und mindestens einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung, als Ergänzung zu kalorienreduzierter Ernährung und mehr Bewegung. Anders als der Wegovy-Pen ist sie nicht für Jugendliche zugelassen. Ob deine Apotheke in den ersten Wochen nach der Einführung alle Wirkstärken vorrätig hat, erfährst du dort am Telefon, nicht aus einer Webseite.
Ein Punkt, der jetzt häufig verwechselt wird: Es gibt in Deutschland zwei Semaglutid-Tabletten. Rybelsus ist seit 2020 auf dem Markt und für Typ-2-Diabetes zugelassen. Die Wegovy-Tablette ist neu und für die Gewichtsregulierung zugelassen. Gleicher Wirkstoff, andere Zulassung, andere Wirkstärken, andere Fachinformation. Welche der beiden auf deinem Rezept steht, ist eine Entscheidung deiner Praxis, und die Anwendungsbedingungen stehen in der Gebrauchsinformation, die in der Packung liegt.
Mounjaro deckt beide Indikationen ab – Zepbound gibt es hier nicht
In den USA hat Eli Lilly Tirzepatid unter zwei Namen auf den Markt gebracht: Mounjaro für Typ-2-Diabetes und Zepbound zur Gewichtsregulierung. Deutsche Suchanfragen nach „Zepbound kaufen“ laufen deshalb ins Leere. Im EMA-Register ist Mounjaro das einzige Tirzepatid-Arzneimittel, und die dort hinterlegte Zulassung vom 15. September 2022 umfasst beide Indikationen: Typ-2-Diabetes und die Gewichtsregulierung bei Erwachsenen mit Adipositas oder mit Übergewicht und gewichtsbedingter Begleiterkrankung.
Für die Kostenfrage ist genau diese Doppelzulassung entscheidend. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat am 19. September 2024 Tirzepatid für die Indikation Gewichtsregulierung in Anlage II der Arzneimittel-Richtlinie (Lifestyle-Arzneimittel) aufgenommen und damit den gesetzlichen Verordnungsausschluss nach § 34 SGB V nachvollzogen. In derselben Mitteilung stellt der G-BA klar, dass Tirzepatid zur Behandlung des Typ-2-Diabetes weiterhin als GKV-Leistung verordnungsfähig ist. Derselbe Pen kann also je nach Indikation auf einem Kassenrezept oder auf einem Privatrezept stehen.
Wenn du aus dem Ausland kommst oder Inhalte aus den USA liest, hilft dir eine einfache Übersetzungsregel: Was dort Zepbound heißt, heißt in Deutschland Mounjaro. Die Referenzseite zu Tirzepatid auf dieser Website hält fest, was die zugelassene Fachinformation zu Halbwertszeit und Wirkstärken sagt, ohne ein Dosisschema zu veröffentlichen. Und wenn dir jemand in Deutschland eine Packung mit dem Aufdruck Zepbound anbietet, ist das ein Grund, in der Apotheke oder beim BfArM nachzufragen, nicht ein Grund zur Freude.
Liraglutid: Saxenda, Victoza und das Generikum Nevolat
Liraglutid ist der älteste Wirkstoff dieser Liste und der einzige, für den es in Deutschland inzwischen ein Generikum zur Gewichtsregulierung gibt. Victoza von Novo Nordisk ist seit dem 30. Juni 2009 EU-zugelassen und für Typ-2-Diabetes bestimmt. Saxenda, ebenfalls Novo Nordisk, ist seit dem 23. März 2015 zugelassen, und zwar zur Gewichtsregulierung bei Erwachsenen sowie unter bestimmten Bedingungen bei Kindern und Jugendlichen; die genauen Voraussetzungen stehen in der Fachinformation. Beide werden einmal täglich gespritzt, im Unterschied zu den wöchentlichen Pens von Wegovy, Ozempic, Mounjaro und Trulicity.
Neu ist Nevolat von Zentiva. Die Pharmazeutische Zeitung berichtete am 14. Oktober 2025, dass Zentiva noch im selben Jahr das erste Liraglutid-Generikum zur Gewichtsregulierung in Deutschland auf den Markt bringen wollte, mit Saxenda als Referenzarzneimittel. Die Deutsche Apotheker Zeitung meldete am 12. November 2025 die Auslieferung an Apotheken ab Dezember. Seit Anfang 2026 ist Nevolat damit in deutschen Apotheken verfügbar, als Fertigpen und wie Saxenda verschreibungspflichtig. Zentiva hat bei der Einführung einen niedrigeren Preis als beim Original angekündigt; konkrete Beträge nennt diese Seite nicht, weil sie sich ändern und deine Apotheke sie tagesaktuell kennt.
Ein Generikum ist kein anderes Medikament, aber ein anderes Produkt: eigener Pen, eigene Gebrauchsinformation, eigene Chargennummer. Wenn deine Praxis dich von Saxenda auf Nevolat umstellt oder umgekehrt, ist das ein Ereignis, das du festhalten solltest, mit Datum, Präparat und Apotheke. In GLP-1 Tracker geht das als Notiz zur Dosis, und die Anleitung zum Weiterführen des Protokolls beim Medikamentenwechsel zeigt, wie du dabei nichts verlierst. Was du nicht tun solltest: Aus einem Preisunterschied selbst eine Umstellung ableiten. Das ist eine Entscheidung deiner Ärztin oder deines Arztes.
Rezeptpflicht, Kassenrezept oder Privatrezept: was in Deutschland gilt
Alle acht Präparate sind verschreibungspflichtig. Das steht in jeder Fachinformation und Gebrauchsinformation, und es gilt für Pens genauso wie für die beiden Tabletten. Es gibt in Deutschland kein rezeptfreies GLP-1-Medikament, keine Ausnahme für Online-Anbieter und keine Ausnahme für Reisende. Ein Anbieter, der ohne ärztliche Verordnung liefert, bewegt sich außerhalb des legalen Vertriebswegs.
Ob du ein Kassenrezept oder ein Privatrezept bekommst, hängt nicht am Präparat, sondern an der Indikation. § 34 SGB V schließt Arzneimittel, bei denen die Regulierung des Körpergewichts im Vordergrund steht, von der Versorgung zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung aus. Der G-BA hat das für Semaglutid zur Gewichtsregulierung am 21. März 2024 und für Tirzepatid am 19. September 2024 in Anlage II der Arzneimittel-Richtlinie nachvollzogen; in der Pressemitteilung vom März 2024 hält er ausdrücklich fest, dass Semaglutid-Präparate, die für andere Indikationen wie Typ-2-Diabetes angewendet werden, nicht unter diesen Ausschluss fallen. Praktisch heißt das: Wegovy, Mounjaro zur Gewichtsregulierung, Saxenda und Nevolat laufen in der Regel über ein Privatrezept; Ozempic, Rybelsus, Mounjaro bei Diabetes, Victoza und Trulicity können auf einem Kassenrezept stehen, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Was bei dir gilt, entscheiden deine Praxis und deine Krankenkasse, und diese Regeln können sich ändern.
Bist du privat versichert oder beihilfeberechtigt, gelten die Bedingungen deines Tarifs beziehungsweise deiner Beihilfestelle, und die unterscheiden sich stark. Frag vorher schriftlich nach, statt nach dem Einlösen zu hoffen. Mehr zu Privatrezept, Zuzahlung und den Fragen, die du in Apotheke und Praxis stellen solltest, findest du im Überblick zu GLP-1-Kosten in Deutschland. Und bewahr die Apothekenquittung zum Privatrezept auf: Für PKV, Beihilfe und die Steuererklärung ist sie das einzige Dokument, das zählt.
Wo du selbst nachschaust: Fachinformation, BfArM-Liste, Fälschungswarnungen
Für jedes dieser Präparate gibt es zwei amtliche Dokumente in deutscher Sprache. Die Fachinformation richtet sich an Ärztinnen, Ärzte und Apotheken und enthält Zulassung, Wirkstärken, Anwendung und Nebenwirkungen; die Gebrauchsinformation (Packungsbeilage) ist die Fassung für dich und liegt in jeder Packung. Beide sind für die zentral zugelassenen Präparate auf der Website der EMA unter dem jeweiligen Produktnamen abrufbar, auf Deutsch. Wenn du irgendwo eine Behauptung über eines dieser Medikamente liest, auch auf dieser Website, ist die Fachinformation der Text, gegen den du sie prüfst.
Lieferengpässe meldet das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Als Lieferengpass gilt nach der BfArM-Definition eine über voraussichtlich zwei Wochen hinausgehende Unterbrechung der Auslieferung im üblichen Umfang oder eine deutlich vermehrte Nachfrage, der nicht angemessen nachgekommen werden kann. Die gemeldeten Engpässe stehen in einer öffentlichen Datenbank auf bfarm.de, und Hersteller wie Novo Nordisk haben dort in den vergangenen Jahren Informationsschreiben zur Versorgungslage mit Ozempic veröffentlicht. Ob ein Präparat morgen in deiner Apotheke liegt, sagt dir allerdings weder die Liste noch diese Seite, sondern der Anruf in der Apotheke. Wenn ein Pen früher leer ist als geplant oder die Apotheke nicht liefern kann, hilft der Szenario-Text zum vorzeitig leeren Pen beim Sortieren der Fragen, die du deiner Praxis stellst.
Fälschungen sind der zweite Grund, das BfArM zu kennen. Im Oktober 2023 hat das BfArM einen Fälschungsfall bei Ozempic in Deutschland koordiniert; die betroffenen Pens enthielten laut Behörde ein Insulin statt Semaglutid. Am 15. Februar 2024 teilte das BfArM über die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker mit, dass seit Monaten keine neuen Fälschungen in der legalen Lieferkette aufgetaucht waren und die Empfehlung, jede Packung zu öffnen, entfällt; das Verifikationssystem securPharm bleibt aktiv. Unabhängig von diesem Fall rät das BfArM generell, Arzneimittel nur über Apotheken mit Betriebserlaubnis bzw. über im Versandhandels-Register des BfArM gelistete Versandapotheken zu beziehen; Verdachtsfälle meldest du über deine Apotheke, die zuständige Landesbehörde oder die Polizei. Diese Seite gibt dir bewusst keine Merkmalsliste, mit der du einen Pen selbst „prüfen“ könntest, denn genau das können nur Apotheke und Behörde. Bei akuten Beschwerden nach einer Injektion aus unklarer Quelle gilt der Notruf 112, außerhalb der Sprechzeiten der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117.
Häufige Fragen
Welche Abnehmspritzen gibt es in Deutschland?
Zur Gewichtsregulierung sind in Deutschland Wegovy (Semaglutid, als Pen und seit dem 1. September 2026 als Tablette), Mounjaro (Tirzepatid), Saxenda (Liraglutid) und das Generikum Nevolat (Liraglutid) zugelassen und in der Apotheke erhältlich. Alle sind verschreibungspflichtig. Ozempic, Rybelsus, Victoza und Trulicity sind für Typ-2-Diabetes zugelassen, nicht zum Abnehmen. Ob eines davon für dich passt, entscheidet deine Ärztin oder dein Arzt.
Gibt es die Wegovy-Tablette schon in deutschen Apotheken?
Ja. Die Europäische Kommission hat die Wegovy-Tablette am 15. Juli 2026 zugelassen, und Novo Nordisk hat sie laut Deutscher Apotheker Zeitung und Apotheke Adhoc zum 1. September 2026 in Deutschland eingeführt. Sie ist verschreibungspflichtig und nur für Erwachsene zugelassen. In den ersten Wochen kann die Verfügbarkeit einzelner Wirkstärken je nach Apotheke schwanken; frag dort telefonisch nach.
Kann ich Zepbound in Deutschland kaufen?
Nein. Zepbound ist der US-Markenname für Tirzepatid zur Gewichtsregulierung. In der EU ist Tirzepatid nur als Mounjaro zugelassen, und diese Zulassung umfasst laut EMA sowohl Typ-2-Diabetes als auch die Gewichtsregulierung. Wer in Deutschland Tirzepatid verordnet bekommt, bekommt Mounjaro. Ein Angebot mit dem Namen Zepbound solltest du in der Apotheke hinterfragen.
Was ist Nevolat und wer stellt es her?
Nevolat ist ein Liraglutid-Generikum von Zentiva mit Saxenda als Referenzarzneimittel, zugelassen zur Gewichtsregulierung. Die Pharmazeutische Zeitung berichtete am 14. Oktober 2025 über die Ankündigung, die Deutsche Apotheker Zeitung am 12. November 2025 über die Auslieferung an Apotheken ab Dezember 2025. Es ist ein Fertigpen und wie Saxenda verschreibungspflichtig. Ob es für dich infrage kommt, besprichst du mit deiner Praxis.
Sind GLP-1-Medikamente in Deutschland rezeptfrei erhältlich?
Nein. Alle acht genannten Präparate sind verschreibungspflichtig, Pens wie Tabletten. Das steht in der jeweiligen Fachinformation und Gebrauchsinformation. Angebote ohne ärztliche Verordnung liegen außerhalb des legalen Vertriebswegs; das BfArM rät generell, Arzneimittel nur über Apotheken mit Betriebserlaubnis bzw. im Versandhandels-Register des BfArM gelistete Versandapotheken zu beziehen.
Zahlt die Krankenkasse die Abnehmspritze?
Für die Indikation Gewichtsregulierung in der Regel nicht: § 34 SGB V schließt Arzneimittel, bei denen die Regulierung des Körpergewichts im Vordergrund steht, von der GKV-Versorgung aus, und der G-BA hat das für Semaglutid (21. März 2024) und Tirzepatid (19. September 2024) in Anlage II der Arzneimittel-Richtlinie nachvollzogen. Bei Typ-2-Diabetes ist eine Verordnung zulasten der Kasse möglich. PKV und Beihilfe haben eigene Regeln. Was bei dir gilt, klären Praxis und Kasse, und die Regeln können sich ändern.
Wo sehe ich, ob mein Medikament gerade einen Lieferengpass hat?
In der öffentlichen Lieferengpass-Datenbank des BfArM auf bfarm.de. Dort stehen die von den Herstellern gemeldeten Engpässe und teilweise Informationsschreiben zur Versorgungslage, etwa von Novo Nordisk zu Ozempic. Ob deine Apotheke morgen liefern kann, weiß aber nur deine Apotheke. Ruf an, bevor du das Rezept einlöst, und frag deine Praxis, wie ihr mit einer Lücke umgeht.
Wie erkenne ich eine Fälschung?
Diese Frage beantwortet bewusst nur die Apotheke oder das BfArM, nicht eine Webseite. Das BfArM koordinierte 2023 einen Fälschungsfall bei Ozempic und meldete am 15. Februar 2024, dass keine neuen Fälschungen in der legalen Lieferkette aufgetaucht waren; das securPharm-System prüft weiterhin jede Packung in der Apotheke. Das BfArM rät generell, Arzneimittel nur über Apotheken mit Betriebserlaubnis bzw. im Versandhandels-Register des BfArM gelistete Versandapotheken zu beziehen; Verdachtsfälle meldest du über deine Apotheke, die zuständige Landesbehörde oder die Polizei. Bei akuten Beschwerden: 112, außerhalb der Sprechzeiten 116 117.
Halte fest, welches Präparat du wann bekommen hast
GLP-1 Tracker hält Präparat, Dosisdaten, Markenwechsel und Notizen zur Apotheke an einem Ort auf deinem iPhone, damit du in Praxis und Apotheke nicht rekonstruieren musst. Kostenlos laden, Otis wartet.
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